Wenn Lesen quälend langsam bleibt oder Rechtschreibung trotz Übens nicht
sicherer wird, kann mehr dahinterstecken als „zu wenig geübt“. Eine Lese-
und Rechtschreibschwäche (LRS) ist keine Frage von Intelligenz oder Motivation –
sie betrifft vor allem die Verarbeitung von Lauten (Phonologie) und deren
Zuordnung zu Schrift. Je früher gezielte Unterstützung beginnt, desto größer
sind die Chancen auf nachhaltigen Lernerfolg. Bei LernForm arbeiten wir
diagnostisch fundiert und individuell – damit Schwierigkeiten nicht das
Selbstbild eines Kindes prägen. (lernform.com)
Was die Forschung sagt – kurz und verständlich
Moderne Leseforschung zeigt: Viele Kinder mit LRS haben Schwierigkeiten bei
der phonologischen Bewusstheit (Laute erkennen, segmentieren, manipulieren)
und beim schnellen Abrufen von Laut-Buchstaben-Zuordnungen. Systematische
Übersichten und Leitlinien betonen, dass frühe, strukturierte Förderung –
insbesondere mit explizitem Lauttraining und systematischer Rechtschreibarbeit – wirksam ist.
• Evidenzbasierte Reviews zur Förderung von Lese-/Rechtschreibstörungen
zeigen signifikante Effekte strukturierter, phonologisch orientierter Programme.
• Leitlinien (z. B. S3-Leitlinie „Diagnostik und Behandlung von Lese-
und/oder Rechtschreibstörung“) empfehlen eine differenzierte Diagnostik
und darauf abgestimmte Interventionen.
(Hinweis: In Deutschland wird zwischen LRS und der klinisch diagnostizierten
Lese-/Rechtschreibstörung unterschieden. Entscheidend ist die fachkundige Abklärung.)
Typische Anzeichen einer LRS
Nicht jedes Kind zeigt alle Merkmale – aber folgende Hinweise sind häufig:
Beim Lesen
• Sehr langsames, stockendes Lesen
• Häufiges Vertauschen oder Auslassen von Buchstaben
• Probleme bei lautgetreuen Wörtern („lesen wie es klingt“)
• Geringes Textverständnis, weil so viel Energie ins Entziffern geht
• Vermeidung von Vorlesen
Beim Schreiben
• Viele Rechtschreibfehler, auch bei geübten Wörtern
• Fehler sind nicht konsistent (ein Wort heute richtig, morgen falsch)
• Schwierigkeiten mit Doppelkonsonanten, Dehnungen, Groß-/Kleinschreibung
• Stark schwankende Leistungen trotz Übens
Begleitend
• Rasche Ermüdung bei Lese-/Schreibaufgaben
• Sinkendes Selbstvertrauen („Ich bin schlecht in Deutsch“)
• Vermeidungsverhalten oder Bauchweh vor Deutschtests
Wichtig: LRS ist keine Folge mangelnder Anstrengung. Viele betroffene Kinder investieren
überdurchschnittlich viel Kraft – mit wenig Ertrag.
Warum frühes Erkennen so entscheidend ist
Ohne passende Unterstützung kann sich eine Negativspirale entwickeln:
Misserfolg → sinkende Erfolgserwartung → geringere Motivation → noch mehr Stress.
Motivationsforschung zeigt, wie stark Kompetenzerleben und Erfolgserwartung das Lernverhalten
beeinflussen. Frühzeitige Förderung schafft wieder Erfolgserlebnisse – und damit die Grundlage für Motivation.
Diagnostik: Genau hinschauen statt „mehr üben“
Bei LernForm setzen wir auf eine diagnostisch fundierte Einschätzung:
• Analyse von Lesetempo, -genauigkeit und -verständnis
• Rechtschreibanalyse (Fehlertypen statt Fehleranzahl)
• Blick auf phonologische Verarbeitung und Strategien
• Einordnung im Kontext von Schule, Familie und Selbstbild
Ziel ist nicht ein Label, sondern ein klarer Förderplan.
Was hilft wirklich?
Evidenzbasierte Förderung bei LRS umfasst u. a.:
• Explizites Training der Laut-Buchstaben-Zuordnung
• Systematische Rechtschreibstrategien (Regel- und Morphemarbeit)
• Wiederholtes, angeleitetes Lautlesetraining
• Aufbau von Leseflüssigkeit mit Feedback
• Stärkung von Selbstwirksamkeit und Lernstrategien
Ergänzend ist in Bayern ein Nachteilsausgleich möglich (z. B. mehr Zeit bei Proben).
Auch Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) können Nachhilfe unterstützen,
wenn die Voraussetzungen erfüllt sind.
Unser Ansatz bei LernForm
Wir verbinden fachliche Förderung mit emotionaler Stabilisierung.
Denn nachhaltiger Lernerfolg entsteht dort, wo Kinder erleben:
„Ich verstehe, was ich tue – und ich schaffe das.“
• Individuelle Lerntherapie bei LRS
• Strukturierte Förderpläne
• Enge Zusammenarbeit mit Eltern und – wenn sinnvoll – mit der Schule
• Fokus auf Selbstwert und Lernfreude
Wenn Sie den Eindruck haben, dass Lesen oder Schreiben Ihr Kind übermäßig belasten,
warten Sie nicht zu lange. Je früher gezielte Unterstützung beginnt, desto größer sind die
Chancen, dass Schwierigkeiten nicht das Selbstbild Ihres Kindes prägen.