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Dyskalkulie (Rechenschwäche).
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Die Dyskalkulie, auch Rechenschwäche genannt, steht für eine
Entwicklungsverzögerung im mathematischen Denken und im Verständnis der mathematischen Logik.
Daraus resultieren anhaltende Probleme mit dem Lernstoff, die oft schon in der
Grundschule deutlich werden.
Der von Dyskalkulie betroffene Schüler hat häufig Probleme mit dem Zahlbegriff,
dem Verständnis von Zahlmengen, dem freien Anwenden der Grundrechenarten und dem
Verständnis der Dezimalstellen.
Bei der Dyskalkulie unterscheidet man zwischen drei Erscheinungsformen,
die allerdings nicht isoliert, sondern häufig in unterschiedlicher Ausprägung kombiniert auftreten:
Wählen Sie einen der nachfolgenden Bereiche um mehr zu erfahren:
'Die Grundlagen' - einer Rechenschwäche (Dyskalkulie).
'Symptome einer Dyskalkulie' - wann sollten Sie handeln!
'Die Diagnose' - was nun ...
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Die Grundlagen
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Dyskalkulie und Nominalismus des Zahlbegriffs
Bei dieser Erscheinungsform der Dyskalkulie kennen die Kinder die Zahlen und auch deren richtige Reihenfolge, sie wissen aber
nicht, was diese Zahlen bedeuten und können sich die dahinter stehenden Zahlmengen nicht vorstellen. Addition und Subtraktion
können von den betroffenen Schülern meist nur durch Abzählen durchgeführt werden.
Dyskalkulie und Mechanismus der Rechenverfahren
Unter einem Mechanismus der Rechenverfahren versteht man, dass der Schüler die Rechenaufgaben immer nach einem festen Schema
bearbeitet, das er zuvor auswendig gelernt hat. Er versteht den Sinn der einzelnen Schritte und deren Zusammenhänge jedoch nicht.
Dyskalkulie und Konkretismus
Ein Schüler, der von Dyskalkulie betroffen ist und Symptome des Konkretismus zeigt, braucht zum Bewältigen der Rechenaufgaben
ein direktes Veranschaulichungsmittel: in den meisten Fällen sind dies die Finger. Das Problem dabei ist, dass die Finger für
den Schüler nicht als Veranschaulichungsmittel dienen, sondern der Schüler die Handlung an sich als das eigentliche Rechnen begreift.
Das Abzählen der Finger ist für ihn somit "Rechnen". Die logische mathematische Denkweise des Rechnens bleibt dem
Schüler durch die Dyskalkulie gänzlich verschlossen.
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Die Symptome
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Folgende Verhaltensweisen beim Rechnen können auf eine Dyskalkulie hinweisen:
Unterbrechungen bei Abzählen der Zahlenwerte
Immer neues Abzählen, kein Abstrahieren von bereits gerechneten Aufgaben
Hohe Gedächtnis- und Konzentrationsleistungen
Hohe Anstrengungen und schnelle Erschöpfung beim Rechnen
Die Rechenaufgaben dauern immer sehr lange.
Schnelles Vergessen des Eingeübten oder Auswendiglernen ohne Verständnis.
Scheinbar "offensichtliche" Rechenfehler werden nicht erkannt.
Abgeänderte oder kompliziertere Aufgaben können nicht bearbeitet werden.
Der Schüler klammert sich an dem bekannten Rechenschema fest.
Größenangaben werden wahllos verknüpft, um irgendwie zu einer Lösung zu gelangen.
Nur die Aufgaben, die dem Schema entsprechen, können bearbeitet und gelöst werden.
Das Rechnen ist dem Schüler nur mit den ihm bekannten Mitteln möglich.
Der Schüler hält an seinen Mitteln fest, ist nicht in der Lage, ohne sie zu rechnen.
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Die Diagnose
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Möglichkeiten der Diagnose einer Rechenschwäche !
Es gibt heutzutage viele standardisierte Tests, die, ähnlich wie eine Klassenarbeit, ergebnisorientiert arbeiten und
Lerndefizite aufdecken sollen. Der Nachteil dieser Tests liegt allerdings darin, dass sie nicht die Rechenweise und
Rechentechniken untersuchen, sondern nur die Fehleranfälligkeit.
Eine bessere Dyskalkulie-Testmöglichkeit besteht in einem persönlichen Gespräch des Schülers mit einem
geschulten Therapeuten, bei dem der Schüler seine Rechenwege und Techniken während des Rechnens erklärt. Dabei
kann der Therapeut eine qualitative Fehleranalyse und Beurteilung der Rechentechniken und des Rechenverhaltens durchführen,
was für die Behandlung der Dyskalkulie weitaus sinnvoller ist. Dabei werden die falschen oder umständlichen Rechenwege
ermittelt und die begrifflosen Lösungswege aufgedeckt.
Durch diese Analyse können Rückschlüsse auf das Verständnis der mathematischen Inhalte und Rechenregeln
gezogen werden. Die Lerndefizite werden dadurch sichtbar und die Systematik der Rechenfehler kann aufgeschlüsselt und
erklärt werden.
Ziel unserer gründlichen Beobachtung und des ausführlichen Gesprächs ist eine differenzierte Analyse der
Dyskalkulie, um eine geeignete Rechentherapie für Sie entwickeln zu können.
Die anschließende Therapie kann dann individuell fördern und gezielt die mathematischen Probleme aufarbeiten.
Wir Beraten und Informieren Sie gerne persönlich und individuell, nach einem kostenlosen
Einstufungstest.
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